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Sonntag, 5. Juli 2026

Bremer Stadtrobbe

Schon seit vier Monaten wohnt Seehund Maja in der Bremer Weserschleuse. Inzwischen hat sie sich so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie neugierige Fotografen gelassen toleriert. Und manchmal robbt sie ihren Steg hoch, um zu schauen, wer da so vorbeikommt.


  

Die meiste Zeit über schläft die kleine Robbe. Stundenlang.

 

Ab und zu macht sie Ausflüge. Zum Jagen natürlich. Aber sie legt sich schon auch mal zwischen Badegäste an den Strand vom Café Sand. Das folgende Video habe ich leider nicht selbst aufgenommen, es wurde mir zugespielt.


Meistens zieht Maja sich allerdings lieber in ihre gemütliche Ecke zurück, wo sie kaum jemand bemerkt.

 

 

Schlamm, Algen und Schmutz machen ihr nichts aus. Selbst ein Gitterrost reicht ihr als Bett.

 

Zwischendurch mal räkeln, gucken. Dann weiter schlafen.







 

 

  

Sonntag, 14. Juni 2026

Schlafende Schönheit

Kurz hatte ich gedacht, Maja sei nun weitergezogen! Denn es ist mir in den letzten Monaten selten passiert, dass ich erfolglos nach ihr Ausschau hielt. Heute Nachmittag konnte ich dann aufatmen: Die Robbe lag wieder an ihrem gewohnten Platz. Vielleicht hatten wir uns nur verpasst.
 

Sie tat, was sie meistens tut: Schlafen. Und zwischendurch ein bisschen Robbengymnastik.


Aber die Flut zwang sie auf höheres Gelände. 

  

So geht es Tag für Tag, ein Leben im Rhythmus der Gezeiten. 

 

Ab und zu wählt sie auch noch ihren alten Schlafplatz am Steindamm zwischen Schleuse und Weserwehr. Und auch da ist es immer nur so lange gemütlich, bis die Flut die Robbe verscheucht.


 

Ich hoffe, dass sie sich noch lange so wohl fühlt bei uns hier in Bremen. Und dass sie mir noch viele weitere schöne Momente schenkt, die ich in Fotos verwandeln kann. 

  

 

 

 





Sonntag, 7. Juni 2026

Drei Monate Stadtleben

Seit vollen drei Monaten lebt die kleine Robbe Maja an der Bremer Weserschleuse. Sie hat sich völlig an die menschlichen Aktivitäten um sie herum gewöhnt. Und tolieriert es sogar, wenn Menschen sich auf wenige Meter nähern.

In den letzten Tagen hat es in Bremen viel geregnet. Das Wasser steht hoch und Majas derzeitige Lieblingsstelle, die Bootsrampe an der Schleuse, ist schlammig. Heute Nachmittag ruhte die junge, dreckige Seehund-Dame mitten im Schmodder.  

  

Und ja: Maja ist tatsächlich ein Weibchen. Das hat mir ein Fachmann der Seehundstation Norddeich bestätigt. Und schrieb: "Ihre Körperform sieht fantastisch aus!" 
Auch dass Maja inzwischen über den Augen fast alle Vibrissen (Tasthaare) fehlen, ist wohl kein Grund zur Sorge.


Die Vibrissen benötigt ein Seehund, um im trüben Wasser Fische aufzuspüren. Am wichtigsten sind dabei jene am Maul - und da gedeiht bei Maja ein prächtiger Robbenbart!

 

Es muss im Moment viel Fisch geben rund um das Weserwehr. Die Robbe kann sich offenbar ordentlich sattessen und kann sich lange Ruhephasen an Land erlauben. 

  

Das ist ungewöhnlich und hat sicher mit Majas geringer Scheu vor Menschen zu tun. Denn die meisten Seehunde, die ich bislang hier beobachtet habe, zogen es vor, unter Wasser zu schlafen.

 
  

Nicht diese Robbe: Maja pennt die meiste Zeit des Tages, fängt sich zwischendurch mal nen Fisch - und legt sich dann wieder hin.

 

 

Irgendwann wird auch sie weiterziehen, wie ungefähr ein Dutzend Seehunde, die ich in den vergangenen neun Jahren am Weserwehr beobachtet habe. Es sieht mir nicht danach aus, als hätte sie es eilig damit. Mal sehen, ob Maja auch noch den vierten Monat hier verbringt.


 


Bremer Stadtrobbe

Schon seit vier Monaten wohnt Seehund Maja in der Bremer Weserschleuse. Inzwischen hat sie sich so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie neugie...