Henry & Henriette
Seinen Namen bekam Henry von den Mitarbeitenden der Schleuse am Weserwehr. Er hielt sich um Januar 2018 hier auf, und beobachtete ihn bis in den April hinein - dachte ich jedenfalls. Buten un Binnen zeigte im Februar einen Beitrag von mir über Henry, und das ARD-Morgenmagazin.
Inzwischen weiß ich, dass ich in dieser Zeit zwei verschiedene Seehunde beobachtet hatte. Erst als ich die Fotos genauer studierte, stellte ich fest, dass es zwei Tiere mit deutlich unterschiedlicher Farbe und Fellzeichnung waren. Die meiste Zeit hatte ich gar nicht Henry beobachtet, er muss irgendwann im Februar 2018 verschwunden sein. Von Anfang an war da auch der andere Seehund, den ich lange für Henry hielt. Heute nenne ich sie heute "Henriette", wobei das Geschlecht der beiden nur geraten ist. Hier also Henry im Januar 2018:
Henry war ein ziemlich entspannter Seehund. Er kam lässig an einem vorbei geschwommen, als hätte er vor nichts Angst. Die großen Binnenschiffe schienen ihn nicht zu stören. Selten schwamm er nahe an einen heran, coole Distanz war sein Style. Ob er aufgezogen wurde, weiß ich nicht, habe nie eine Flossenmarke gesehen.
Am Weserwehr habe ich Henry kaum beobachtet. Er hielt sich meistens zwischen Erdbeerbrücke und Schleuse auf, war wohl sein bevorzugtes Jagdgebiet. Oder ich habe ihn am Weserwehr immer verpasst.
Henry ist der einzige Seehund, den ich innerhalb der Schleusenkammer beobachtet habe. Und einmal sah ich auch beide zusammen. Das könnt ihr im Film sehen:
Henriette ist die Seehündin, den ich über die längste Periode hinweg beobachtet habe. Und die einzige bislang, die ich im darauffolgenden Winter am Weserwehr wiedersah. Auch sie war meist entspannt, schaute aber öfter zum Beobachter als Henry, der gerne mal so tat, als würde er einen nicht beachten. Die erste Begegnung mit Henriette war am Heiligabend 2017:
Das hier ist Henriette im März 2018:
Und diese Bilder zeigen Henriette neun Monate später, vermutlich nach einem ausgedehnten Urlaub an der Nordsee. Wenn Paarungszeit ist, muss man da hin! Sie sind vom Dezember 2018 und Ende Januar 2019:
Henry habe ich seit Februar 2018 nicht mehr gesehen. Henriette kehrte um Dezember '18 herum zurück ans Weserwehr und blieb mindestens bis Ende Januar 2019. Ich freue mich immer noch über die schönen Eindrücke von den beiden. Und nach ihnen kamen noch so einige andere Seehunde vor meine Kameralinse. Bestimmt schwimmen Henry und Henriette immer noch irgendwo in der Unterweser oder an der Nordseeküste herum. Ich wünsche ihnen stets einen guten Fang!
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