Der kleine Seehund von der Weserschleuse hat sich auf die Jagd gemacht: Am Weserwehr sah ich die Robbe heute Nachmittag fleißig Fische fangen. Sie war sehr agil, tauchte oft auf und wieder ab. Und kam auch mal ganz nahe an mich heran.
Schon sehr lange habe ich keinen Seehund mehr direkt am Weserwehr gesehen. Und dann kam das junge Tier auch noch so nahe heran geschwommen! Doch am Bildschirm zu Hause bekam ich einen Schreck: Über dem linken Auge hat das Tier sich böse verletzt. Ein ziemlich tiefer Schnitt. Vielleicht von einer Schiffsschraube?
Erst jetzt habe ich bemerkt, dass die Verletzung auch schon auf dem Fotos von Sonntag zu sehen ist. In der Woche davor war die Robbe dagegen noch unverletzt. Man kann nur hoffen, dass die Wunde gut heilt. Menschliche Hilfe ist hier wohl nicht möglich.
Aber ich bin optimistisch: Der Seehund ist gut genährt und kann sogar schwierige Beute erwischen. So wie dieses prächtige Neunauge, dass die Robbe direkt vor meinen Augen genüsslich verspeiste.
So eine Sichtung mitten in einer Großstadt ist natürlich außergewöhnlich, auch für mich. Seit Jahren stehe ich alle paar Tage hier. am Weserwehr Den letzten Seehund Zoltan sah ich im Dezember 2023, und dann nie wieder. Und jetzt bekomme ich das Tier, das ich seit 10 Tagen im Visier habe, ein zweites Mal so nahe vor die Linse. Und sogar mit Beute!
Zurück ins Binnenland: Die Robbe hat was abgekriegt, aber sie verhielt sich sehr agil und tauchte kraftvoll in der starken Strömung des Wasserkraftwerks am Weserwehr.
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