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Freitag, 17. April 2026

Möwen mobben Robben

Auch am Bremer Weserwehr kommt es gelegentlich zu Spannungen zwischen den verschiedenen Gruppen. Und da geht es manchmal ziemlich fies zu. Unsere junge Robbe Maja zum Beispiel wurde gestern Opfer einer rüden Provokation durch eine Gang junger Silbermöwen!


Das ablaufende Wasser hatte Majas Schlafstelle noch keine zwei Stunden freigegeben. Der junge Seehund hatte sich gerade erst hingelegt und war dabei, einzuschlummern. Da ließen sich nacheinander drei Möwen dort nieder und kreisten sie regelrecht ein.

 

Binnenschiffe, Ruderboote und selbst feiernde junge Homo Sapiens machen Maja in der Regel nicht viel aus. Anders ist es aber bei den Möwen.

 

Einer der dreisten Vögel konnte es nicht lassen, die junge Robbe zu piesacken. Sie tapste immer näher an Maja heran und pickte ihr schließlich in die Schwanzflosse!

  

  

An die vielen schaulustigen Menschen der vergangenen Wochen hatte sie sich offensichtlich gewöhnt. Zu denen hat sie ja auch locker 70 Meter Abstand. Aber die Möwen wissen nichts von Privatsphäre. Und diese Möwe wollte Maja eindeutig nerven. Und die Robbe setzte sich tatsächlich in Bewegung.


Sie warf prüfende Blicke in Richtung Wasser, so als würde sie überlegen, zu springen. Eins war aber klar: Würde sie vor den Plagegeistern ins Wasser flüchten, könnte sie erst wieder beim nächsten fallenden Wasser an ihren Platz. In ungefähr zehn Stunden. Denn die steile Rampe dürfte sie kaum erklimmen können.

 

Das muss auch Maja gewusst haben, schließlich kehrt sie seit sechs Wochen immer pünktlich an diesen Platz zurück und lässt sich trocken fallen. Aber sie robbte voran bis zum Ende ihres bequemen Betts aus Stahl, wo der Steg in einer steilen Rampe abfällt. Würde sie wirklich springen?

 

Die Möwe blieb dem Seehund dicht auf den Fersen, beziehungsweise Flossen. Und Maja machte sich bereit für eine Rutschpartie.


 



Es war nicht das erste Mal, dass ich eine solche Pick-Attacke beobachten konnte. Warum Möwen isch so verhalten, ist mir ein Rätsel. Suchen sie Futter im Robbenfell? Unwahrscheinlich. Oder wollten sie den Platz für sich haben? Dagegen spricht, dass die drei Möwen kaum zwei Minuten an diesem Platz blieben und dann weiterflogen.

Robbe Maja bekamen wir nach ihrer Flucht nicht mehr zu Gesicht, obwohl mein Sohn und ich noch eine halbe Stunde nach ihr Ausschau hielten. Aber das ist oft so bei den Weserrobben: Irgendwann tauchen sie ab, als wären sie nie da gewesen.


Sonntag, 5. April 2026

Robben-Hype an der Weserschleuse

Die kleine Robbe Maja ist inzwischen eine kleine Berühmtheit geworden. Und das liegt daran, dass das Fernseh-Regionalmagazin Buten un Binnen am 1. April ein paar Filmaufnahmen von mir gesendet hat. Jetzt ist Seal Watching der Ostertrend in Bremen.


  

Und so einfach wurde es einem noch nie gemacht: Maja bewohnt nun seit mehr als vier Wochen diese Gewässer. Und bei niedrigem Wasser verpasst sie nie ihr Schläfchen. Dass immer mehr Schaulustige sie dabei beobachten, stört sie offenbar nicht.


 

Sobald das Wasser niedrig genug steht, folgt Maja seit Wochen einem regelmäßigen Rhythmus: Sie schwimmt die an ihren Lieblingsplatz und lässt sich dort trockenfallen. Bis die Flut sie schließlich wieder vertreibt. In diesem Zusammenschnitt aus mehreren Tagen kann man das ganz gut sehen:


  

So regelmäßige und verlässliche Seehund-Sichtungen mitten in Bremen, über so einen langen Zeitraum - das ist etwas Besonderes! Maja ist zum Glück nicht sehr scheu. Und ihr lieblingsplatz ist weit genug von den staunenden Menschen entfernt.


Und doch gehen viele vorbei, ohne das Meeressäugetier zu bemerken. Denn Das Fell der kleinen Robbe fällt zwischen den Steinen kaum auf.

 

Warm und gemütlich ist dieser Platz. Genau richtig, um sich von der anstrengenden Jagd nach Fischen auszuruhen.

 

 
 











Mittwoch, 1. April 2026

Ungestörtes Sonnenbad

Viel wärmer war es heute Vormittag. Und Robbe Maja hat den ersten Apriltag für ein ausgiebiges Schläfchen in der Sonne genutzt.


  

Weder die Wassersportlerinnen in ihren schicken, schnellen Booten, noch der Diesellärm der Binnenschiffe können Maja stören. Das ist sie gewohnt. Und ohnehin bemerkt kaum jemand, dass dort zwischen den Steinen ein Seehund liegt. 

 

Nichts geht über eine gute Tarnung. Mit bloßem Auge und ohne Tele-Objektiv ist das Tier wirklich kaum zu erkennen.

   

Genau deshalb lebt es sich gut in Bremen. Ob sie wohl von Fischen träumt?

 

Bremer Stadtrobbe

Schon seit vier Monaten wohnt Seehund Maja in der Bremer Weserschleuse. Inzwischen hat sie sich so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie neugie...