Translate

Samstag, 23. Dezember 2023

Neuer Seehund kommt im Sturm (aber gemächlich)

Er hat gestern auch die Weser in Bremen kräftig anschwellen lassen: Sturmtief "Zoltan". Wäre auch ein schöner Seehund-Name, oder? Mit dem vielen Wasser ist nämlich ein neuer Seehund am Weserwehr angekommen.



Als ich heute Vormittag wieder einmal in Richtung Weserwehr radelte, sah ich den Seehund schon auf dem Weg, wie er wenige Meter am Ufer entlang gemächlich zum Wehr schwamm.



Nur selten kommt man Seehunden so nahe, denn meistens halten sie zu Menschen Abstand. Dieses Tier scheint aber recht entspannt drauf zu sein. Ganz ruhig tauchte er immer wieder auf, schaute die faszinierten Spaziergänger an und dümpelte gemächlich an den Ausfluss des Wasserkraftwerks. 


Ob er dort fand, was er suchte, weiß ich nicht. Er brachte jedenfalls keinen Fang an die Oberfläche. Was ich ziemlich sicher sagen kann: Dieser hier ist ein Neuer! Seine Fellzeichnung  ähnelt den mir bekannten Seehunden nicht. (Hier klicken für alle Fotos)


Freitag, 22. Dezember 2023

Von drauß' vom Meere komm ich her ...

Es ist kalt geworden und seit über einem Monat habe ich nichts Neues mehr berichtet. Dabei ist die Jagdsaison in vollem Gang: Immer mehr Neunaugen geraten in die Schnäbel der hungrigen Kormorane.

  
      

Ein Seehund soll vergangene Woche gesichtet worden sein, erzählten mir Spaziergänger. Mir ist er leider noch nicht vor die Linse gekommen. Aber auch die Kormorane bieten immer wieder große Action am Bremer Weserwehr.

Die Kormorane haben ein erstaunliches Sozialleben: Einerseits hocken sie stundenlang einträchtig beieinander dümpeln auch gemeinsam in Grüppchen auf dem Wasser herum oder fliegen plötzlich und scheinbar ohne Anlass in Trupps davon.

 

Hat dann aber ein Kollege ein Neunauge im Schnabel, ist es mit der Eintracht vorbei: Alle in der Nähe stürzen sich auf den Vogel mit dem Fisch im Schnabel. Nur schnelles Schlucken hilft, sonst ist die Beute schnell futsch.

  

Dieser Tage wurde ich Zeuge einer besonders brutalen Auseinandersetzung. Ich stand direkt darüber und bin nicht sicher, ob alle Beteiligten überlebt haben. (Hier geht es weiter, sogar mit Video!)

Dienstag, 14. November 2023

Pogo am Weserwehr

Es geht wieder los! Immer mehr Kormorane bevölkern das Bremer Weserwehr. Und sie wollen nur eins: Fische! Aber sobald ein Schnabel mit frisch gefangener Beute aus der Tiefe auftaucht, geht es zu wie in einer Rockerkneipe, wenn das Bier alle ist.


Auch Kormorane sind Zugvögel, und während der Sommermonate sah man nur einzelne Tiere hier in der Gegend. Aber jetzt kommen sie aus Skandinavien und Osteuropa herbei. Denn in Bremen gibt es lecker Fisch!

  

Die ersten Neunaugen kommen an am Bremer Weserwehr. Bis sie einen Einstieg zu einer der beiden Fischpässe gefunden haben, sind sie in größter Gefahr.


Kormorane jagen sie, besonders bei Niedrigwasser sind sie leichte Beute. Doch wie immer kann sich der Kormoran seiner Beute nie sicher sein: Die gierigen Artgenossen wollen sie entreißen. Und von oben machen die Möwen Jagd auf die Beute der Jäger.

  

Schnell runterschlucken heißt die Devise...

Donnerstag, 9. November 2023

Robbe am Morgen

Nun geht sie los, die Robbensaison! Auf dem Weg zur Arbeit lag heute Morgen ein kleiner Seehund am Strand nahe dem Café Sand im Viertel. Das große Objektiv war zu Hause geblieben, deshalb reicht es nur für das hier.


 

Ich kann nicht sicher sein, welche Robbe das ist oder ob ich sie überhaupt kenne. Es könnte sich eventuell um einen Seehund namens Rudi handeln, den in in dieser Gegend zuletzt im März 2022 sah. Aber das ist nur eine Vermutung.

Montag, 6. November 2023

Im Porträt: Marvin

Diesen Seehund hatte ich hier längst vorstellen wollen: Marvin, ein drolliger und nicht besonders schüchterner junger Seehund, der im Herbst 2022 einige Wochen in Bremen verbrachte. Spektakuläre Szenen am Strand - einmalig!


  


Samstag, 4. November 2023

Wenn man kaum noch damit rechnet ...

Na endlich! Fast vier Monate ist es her, seit ich meine Lieblingsrobbe Finchen zum letzten Mal traf. Und wieder einmal begann ich mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass es nun tatsächlich das letzte mal gewesen sein könnte. Aber nein! Heute war sie wieder da, das fantastische Seehundweibchen aus Ostfriesland!


Genau vor 119 Tagen sah ich sie zum letzten Mal am Bremer Weserwehr. Fast jeden Tag hielt ich seitdem nach ihr und ihren Artgenossen Ausschau. Mag sein, dass sie zwischendurch mal hier war und ich sie verpasst habe. Mir wurde mindestens eine Sichtung berichtet, und heute war ich sie auch fast zu spät dran.

  
 
Finchen war auf Beutezug. Sie schwamm schnell und tauchte immer wieder woanders auf. Das hielt mich ziemlich auf Trapp. Aber es hat sich gelohnt: Einmal erwischte ich sie sogar mit Beute: Eine Flunder.



Sie hat vermutlich viel mehr Fische gefangen, aber ich habe es nicht gesehen. Denn sie war mir immer eine Schnauzenlänge voraus. 


Auch Kormorane fischen derzeit eifrig am Weserwehr. Wie einer von ihnen einen Aal fängt, sehen Sie auf im ganzen Artikel (weiterklicken).

Sonntag, 29. Oktober 2023

Zwischenstopp und Sammelpunkt für Zugvögel

Genau vor einem Jahr entstand dieses Foto: Es zeigt Doro Kluntje am 29. Oktober 2022 an der Weserwehr-Schleuse in Bremen. Doch dieses Jahr? Nein, in diesem Jahr machen sich meine Lieblingstiere rar.


Noch immer halte ich so gut wie jeden Tag am Weserwehr Ausschau nach ihnen. Und das ist durchaus nicht langweilig in letzter Zeit. Denn immer mehr Kormorane fischen im trüben Weserwasser, und die Möwen sitzen ihnen im Nacken. Und die Reiher wollen auch mitbekommen, was läuft.

   




Ab und zu erwischt ein Kormoran auch mal einen dicken Brocken. Zu große Fische muss der Jäger an die Oberfläche holen um sie zu Schlucken. So wie diesen jungen Zander im Foto unten. Gelegenheit mach Diebe.


Aber wer tough ist, lässt sich die Rotfeder nicht aus dem Schnabel nehmen.





Es ist toll, wie Kormorane sich kopfüber in die Tiefe stürzen. Gerne würde ich ihre Jagd unter Wasser verfolgen, doch das Wasser am Weserwehr ist viel zu trüb dafür.

Bremer Stadtrobbe

Schon seit vier Monaten wohnt Seehund Maja in der Bremer Weserschleuse. Inzwischen hat sie sich so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie neugie...