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Sonntag, 31. Juli 2022

Finchen und das Weserwehr: Eine On-Off-Beziehung

Finchen ist immer noch eine Herumtreiberin: Wie schon in den Wintermonaten, ist sie offenbar nur zeitweise am Weserwehr unterwegs. Am 27. Juli, einen Tag nachdem ich Finchen erkannt hatte, sah ich sie nur von Ferne am gegenüberliegenden Ufer. Das Gelände gehört zur Schleusenanlage und darf nicht betreten werden.

Seither habe ich oft erfolglos nach ihr Ausschau gehalten. Anders als diese beiden Ruderer.


Schollenjäger: Eine alte Bekannte

Und nun zu der großen Frage: Wer ist der Schollenkiller vom Weserwehr? Ich hatte im letzten Post berichtet, dass ich es vor allem abgesehen hatte auf die Flossenmarke. Denn der kleine Plastikchip an der Hinterflosse trägt eine Nummer, vergeben von einer Seehundstation, die das Tier aufgepäppelt und später ausgesetzt hat. Aber die Nummer zu erkennen ist gar nicht einfach.


Bei dem Foto oben links wurde es spannend: 3515? Oder etwa ... Ich konnte es kaum glauben, musste gleicht die Fellzeichnung genauer betrachten. Konnte das wirklich... War sie das etwa?


Dieser herzförmige Fleck an der linken Kopfseite. Das war Fichen! Aufgefunden als Heuler vor etwa einem Jahr, aufgezogen in der Seehundstation Norddeich, ausgewildert im September 2021, Flosennummer 3575 (siehe meinen zweiten Post vom 11. Januar). Meine Lieblingsrobbe war nach drei Monaten wieder zurück am Bremer Weserwehr!



Mittwoch, 27. Juli 2022

Voll auf Scholle!

Wenn man zwei kühne Hoffnungen hegte, beide sich erfüllen und außerdem noch eine dritte, geheime Hoffnung - Wie nennt man das? Unverschämtes Riesenglück vermutlich. So ist es mir gestern ergangen. Ich hoffte, den Schollenkiller vom 17. Juli endlich wieder sehen, nachdem ich oft und erfolglos in den vergangenen Tagen nach ihm Ausschau gehalten hatte. Und da war er, ich sah ihn am Weserwehr nach wenigen Minuten.


Zuerst noch weit weg und selten über Wasser: Ich brauchte viel Geduld. Kurz auftauchen, manchmal mit Beute, fressen, abtauchen. Gut und gerne zehn, zwölf Minuten jeweils blieb die Robbe unter Wasser, tauchte erst hier auf, dann da, dann wieder ganz woanders. Ich musste ständig die Wasseroberfläche mit meinem Blick scannen, so als schaute ich ein Tennismatch in Zeitlupe. Aber: Der Seehund war da, und er war auf der Jagd.

Ein, zwei Mal kam der Seehund auch nahe heran. Es gab also eine Chance für Hoffnung Nummer zwei: Ich wollte die Robbe identifizieren! Ich wusste, dass der Seehund eine Flossenmarke besitzt, also als Heuler aufgefunden und später ausgesetzt wurde. Ich wollte die Nummer auf der Marke unbedingt ablesen, deshalb schoss ich etliche Serienfotos. 

Ich habe es ja schon vorweggenommen: Es ist gelungen, ich weiß, wer die Robbe ist. Die Antwort werde ich aber erst im nächsten Post enthüllen. Denn jetzt kommt erst Ziel Nummer drei, das sowieso immer gilt: Ich möchte tolle Fotos machen! Und das hat geklappt. Klickt euch durch die Galerie - diesmal extra large und extra WOW!



Montag, 25. Juli 2022

Von Mucki, Gavin und Vördi: Seehunde in Flüssen - ganz normal!

In den letzten Tagen hat sich mir kein Seehund am Bremer Weserwehr gezeigt. Mir ist war es heute Morgen schon zu heiß, ich schaue lieber im Internet nach Robbengeschichten. Es fällt auf, dass Seehundsichtungen in der Weser immer wieder Thema sind in den Lokalnachrichten. Hier berichtet zum Beispiel der Weserkurier im Jahr 2014 von einem Seehund. Und hier im Jahr 2015 ein Seehund, der auf einer Wattfläche vor der Erdbeerbrücke liegt.

Im Jahr 2016 überwand eine Robbe das Bremer Weserwehr und schwamm bis zum nächsten Weserwehr in Intschede, noch einmal mehr als 30 Kilometer flussaufwärts. Es gibt ein hübsches Video von dem Tier bei Youtube:


Ein paar Kanufahrer haben den Seehund ebenfalls fotografiert. Schon länger gibt es Meldungen über Seehunde zwischen den beiden Wehren, zum Beispiel bei Langwedel, wie der Weserkurier hier berichtet. Diese Robbe hat den Namen "Mucki" bekommen; es gibt ein schönes Facebook-Video von einem Kanusportler von ihr. In vielen Ländern Europas erkunden Robben die Flüsse mit Verbindung zum Meer, wie ich in einer kleinen Recherche herausgefunden habe. (Lies weiter!)

Donnerstag, 21. Juli 2022

Robbe verspeist Fisch - Blogger vergisst Kamera

Da nimmt man mal einen Tag keine Kamera mit auf dem Weg zur Arbeit - und da passiert es! Direkt am Bürgerhaus Weserterrassen mampfte eine Weserrobbe genüsslich einen fetten Fisch. Alles was ich hatte war mein Handy - hier das Resultat:


Ein par Fotos habe ich auch noch gemacht. Leider habe ich keine Chance, herauszufinden wer das war - bekanntes Tier oder Neuankömmling? Dafür ist die Auflösung der Fotos zu gering. Naja, das nächste Mal...



Sonntag, 17. Juli 2022

Schollenjäger am Weserwehr

Schon wieder ein neuer Seehund, was für ein Robbenjahr! Das ist der vierte Seehund 2022 für mich. Diesem Exemplar musste ich fast zwei Stunden lang auflauern für ein paar kurze Sichtungen. Nur selten zeigte er sich an der Oberfläche, dann aber mit spektakulärer Beute.




Samstag, 16. Juli 2022

Jäger gegen Dieb, oder: Kormoran gegen Silbermöwe

Recht haben heißt nicht Recht bekommen, Kormorane wissen das. Aal fangen heißt nicht Aal essen. Der Kormoran, den ich heute Morgen am Weserwehr sah, musste seine Beute gegen einen der üblichen Verdächtigen verteidigen.

Der Kampf war schnell entschieden, die Kräfteverhältnisse waren dann doch eindeutig verteilt. Lies mehr über die packende Neuinszenierung eines alten Dramas.

Dienstag, 12. Juli 2022

Wech isser!

Der Seehund von Samstagvormittag hat sich für den Rest des Wochenendes nicht mehr blicken lassen. Jedenfalls nicht, solange ich auf Spähposten war. Schade, aber ich bleibe dran! Und als Ersatz gibt es heute ein paar Seeschwalben zu bestaunen. Und mehr!


Seeschwalben sind in dieser Jahreszeit regelmäßig am Weserwehr zu Gast. Es sind Flussseeschwalben, die es auf kleine Fische abgesehen haben. In den letzten Tagen habe ich beobachtet, wie zeitweise mehr als ein Dutzend Seeschwalben um den Eingang zur Fischtreppe am Weserkraftwerk kreisten.


Samstag, 9. Juli 2022

Neuer Seehund am Weserwehr! Und das im Sommer?

Das Weserwehr hat neuen Robbenbesuch! Heute Vormittag gelangen mir ein paar erste Bilder von dem Tier. Ein ganz schwer zu beobachtender Seehund: Er streckt zum Atmen immer nur kurz seine Schnauze aus dem Wasser. Da braucht man viel Glück, um ihn zu entdecken.


Vermutlich jagt er die meiste Zeit unter Wasser und schluckt auch dort seine Beute. Das erfordert viel Geduld beim Beobachten.

Bremer Stadtrobbe

Schon seit vier Monaten wohnt Seehund Maja in der Bremer Weserschleuse. Inzwischen hat sie sich so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie neugie...