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Sonntag, 13. März 2022

Begegnung im Sonnenaufgang

Das frühe Aufstehen am Sonntagmorgen hat sich gelohnt: Der Seehund, der so gerne auf dem Bootsanleger übernachtet - endlich habe ich ihn von Nahem gesehen. Leider ein sehr scheues Kerlchen: Obwohl ich mich langsam kriechend herangerobbt habe und noch gut 20 Meter entfernt war, hat er mich sofort entdeckt. Und ist dann auch schnell baden gegangen.



Nach ein paar Fotos habe ich mich rasch entfernt, um den süßen Seehund nicht noch mehr zu stören. Mitgenommen habe ich ein paar gute Einstellungen, die beim Identifizieren helfen. Das geht am besten, wenn die Robbe nass ist, denn dann ist die Fellzeichnung besonders gut zu erkennen. Leider konnte ich nur die linke Kopfseite sehen. 


Eins kann ich definitiv sagen: Das ist nicht Finchen! Kein Herzchen-Fleck, keine Flossenmarke. Finchen habe ich seit Dienstag nicht mehr gesehen. Gestern morgen und am frühen Nachmittag hielt ich vergeblich nach ihr Ausschau. Ob sie noch hier ist? Die Robbe vom Ruderclub jedenfalls treibt sich offensichtlich hier rum.


Ich finde, es ist langsam an der Zeit, dem Tier einen Namen zu geben. Da das Tier keine Flossenmarke hat, wurde es vermutlich nicht als Heuler aufgezogen, so wie Finchen oder Joana. Der Seehund mag es offenbar hier beim Bremer Ruderclub Hansa. Ich nenne ihn ab jetzt Rudi. Albern? Kann sein, aber ist jetzt zu spät.






Es war übrigens meine vierte Sichtung von Rudi heute seit dem 24. Januar, als ich ihn zusammen mit Finchen ebenfalls an einem der Bootsanleger auf der Bremer Teerhof-Halbinsel beobachtete.






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