Er hat gestern auch die Weser in Bremen kräftig anschwellen lassen: Sturmtief "Zoltan". Wäre auch ein schöner Seehund-Name, oder? Mit dem vielen Wasser ist nämlich ein neuer Seehund am Weserwehr angekommen.
Als ich heute Vormittag wieder einmal in Richtung Weserwehr radelte, sah ich den Seehund schon auf dem Weg, wie er wenige Meter am Ufer entlang gemächlich zum Wehr schwamm.
Nur selten kommt man Seehunden so nahe, denn meistens halten sie zu Menschen Abstand. Dieses Tier scheint aber recht entspannt drauf zu sein. Ganz ruhig tauchte er immer wieder auf, schaute die faszinierten Spaziergänger an und dümpelte gemächlich an den Ausfluss des Wasserkraftwerks.
Ob er dort fand, was er suchte, weiß ich nicht. Er brachte jedenfalls keinen Fang an die Oberfläche. Was ich ziemlich sicher sagen kann: Dieser hier ist ein Neuer! Seine Fellzeichnung ähnelt den mir bekannten Seehunden nicht. (Hier klicken für alle Fotos)
Zwei Beobachter waren sich sicher, weiter draußen noch eine zweite Robbe gesehen zu haben. Die ist mir aber entgangen. Meine Aufmerksamkeit galt Zoltan.
Er ist noch recht jung, wie die meisten Seehunde, die so weit die Weser herauf kommen. Futter gibt es hier reichlich, das zeigen ja schon die wilden Jagden der Kormorane. Es ist die Zeit der Flussneunaugen, die jetzt flussaufwärts ziehen, um zu laichen.
Nach einer guten halben Stunde verschwand der kleine Kerl. Oder es war die andere Robbe, die ich davonschwimmen sah. Jedenfalls hatte ich endlich mal wieder das Glück, genau zum richtigen Zeitpunkt vor Ort zu sein.
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