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Dienstag, 16. Januar 2024

Wer hat hier eigentlich das Nagen?

Das Hochwasser geht zurück, die Wasserstände normalisieren sich. Den Biber, der am Sonntag am überfluteten Weserwehr schwamm, habe ich nicht wiedergesehen. Allerdings entdeckte ich heute das hier:

Das sieht für mich ziemlich nach der Arbeit eines Bibers aus! Dieser Baum liegt schon seit vielen Tagen an einem der Stege für die Binnenschifffahrt. Er wurde sicher mit der starken Strömung angetrieben.

Erst jetzt habe ich mir den Baum genauer angesehen. Etwa hier an dieser Stelle hatte ich vor vorgestern einen Biber beobachtet. We hat diesen Baum gefällt?

Kaum hatte ich den niedergestreckten Baum entdeckt, sah ich auch schon ein Stück flussabwärts einen Verdächtiger seelenruhig davonschwimmen. Hatte dieses Tier den Baum gefällt? (Weiter klicken zur Auflösung)

Das Tier schwamm zügig flussabwärts, war bedeckt mit Schaum und eindeutig ein Nagetier. Und wohl eher nicht mein gesuchter Biber: Das Tier schien deutlich kleiner. Und es hatte einen schmalen Schwanz, mit dem es vertikal ruderte, wie man auf diesem Foto sieht:

Unbekümmert steuerte das Nagetier durch den Schaum, immer am Ufer entlang. Und zeigte dabei viel Rücken. Das tun Biber normalerweise nicht.


Schließlich kletterte das Tier ein ganzes Stück entfernt von mir aus dem Wasser. Mein Teleobjektiv holte immerhin so viel raus, dass ich sagen kann: Nein, ganz sicher ist es kein Biber!


Die Vergrößerung zeigt: Es ist eine Nutria! Körperform, große Ohren, Schwimmhaltung, weiße Barthaare, tief liegende Nase: Alles passt. Nutria werden auch Sumpfbiber genannt, aber beide Arten sind nicht näher verwandt.

Von dem Biber fehlen weitere Spuren. Den Stumpf zum abgenagten Baum habe ich nicht entdecken können. Das heißt nichts: Der Baum könnte von irgendwoher angespült worden sein, und die Begegnung mit dem Biber am selben Ort war nur zufällig.

Der gefällte Baum könnte von der gegenüberliegenden Seite stammen, oder von weit die Weser herauf. Dann hätte die wilde Strömung der vergangenen Wochen den Baumstumpf über das Wehr hinweg getrieben.


Ob mit oder ohne spektakuläre Tierbeobachtung: Zwischendurch und immer wieder, besonders am Morgen, schenkt einem das Weserwehr zauberhafte Momente. 

































erzählte mir ein Spaziergänger von einer Sichtung gestern, die passen würde.

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