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Sonntag, 3. September 2023

Sommer (fast) ohne Robben

Dieser Sommer blieb robbenlos: Bis auf diese eine Sichtung am 8. Juli zeigte sich mir keines meiner Lieblingstiere am Weserwehr. Praktisch täglich, oft auch mehrmals am Tag, schaue ich am Weserwehr vorbei. Deshalb bin ich mir sicher: Kein Seehund hat sich in diesem Sommer längere Zeit dort aufgehalten. Aber es gab andere zauberhafte Wesen.

 

Heute Morgen flog ein Trupp Stare über das Wehr und ließ sich schließlich in einer Baumkrone nieder. Der Herbst kommt.

  

  
(Achtung - bitte weiterklicken: Da kommen noch Raubvögel, Fischdiebe, Krabben, dicke Fische und und und!)

Raubvögel gab es in manchen Jahren häufiger zu sehen, als dieses Jahr. Aber diese Begegnung mit zwei Mäusebussarden war wirklich schön.

 
 

Die Flussseeschwalben haben das Weserwehr schon Anfang August verlassen. Wenn die Tage wieder kürzer werden, verringern sich ihre Jagdaussichten, denn für ihre Sturzflüge brauchen sie viel Licht. Das gibt es weiter im Süden - vielleicht jagen diese Tiere jetzt am Mittelmeer, oder an Afrikas Atlantikküste.


Nach und nach zeigen sich wieder mehr Kormorane am Bremer Weserwehr. Die Bandbreite ihrer Beute ist erstaunlich: Es gelingt ihnen sogar, eher sperrige Fische wie Aale zu fressen. Aber zum ersten und einzigen Mal kam mir dieser Tage ein Kormoran vor die Linse, der eine Flunder verspeiste.


 


Nicht nur in der Weser finden die Kormorane Nahrung. Zwischen Weserwehr und Werdersee gibt es das Naturschutzgebiet Neue Weser, wo ich gestern eine Horde Kormorane dabei beobachtete, wie sie den See förmlich durchpflügten.

   


Denn auch hier gibt es schmackhafte Fische. Und wie es unter Kormoranen üblich ist, stürzen sich gleich alle auf den erfolgreichen Fischer. Aber diese Beute ist schnell geschluckt - die Diebe kommen zu spät.


 

Fast immer sieht man Möwen am Weserwehr: Die Lachmöwen, deren sommerliche schwarzen Köpfe inzwischen längst wieder hell sind. Ihre Paarungszeit ist vorbei, so wie der Sommer zu Ende geht.

 

Junge Silbermöwen sind auf Wollhandkrabben aus.


   

Immer wieder sieht und hört man Fische, die an die Oberfläche kommen. Fast nie kann man sie fotografieren, denn es dauert nur Zehntelsekunden, bis der Fisch wieder abgetaucht ist. Hier hatte ich glück: Zwei recht große Fische ruhten sich hinter Pfählen im Wasser aus von ihrer Wanderung. Und ließen sich geduldig fotografieren.

 
 


Die wären ein schöner Seehund-Happen gewesen. Aber meine Lieblingstiere treiben sich im Moment wohl woanders herum. Sowieso habe ich nur selten im Sommer hier Robben beobachtet; das vergangene Jahr mit Finchen war wohl eine Ausnahme.

 

Die ein oder andere Mantelmöwe lässt sich auch mal blicken. Ihre Schingen sind deutlich dunkler gefärbt, als die hellgrauen Silbermöwen.

 


Anfang August wurde es einmal neblig wie sonst nur im Spätherbst. Dann entfaltet das Weserwehr einen seltsamen Zauber.





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