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Sonntag, 29. Oktober 2023

Zwischenstopp und Sammelpunkt für Zugvögel

Genau vor einem Jahr entstand dieses Foto: Es zeigt Doro Kluntje am 29. Oktober 2022 an der Weserwehr-Schleuse in Bremen. Doch dieses Jahr? Nein, in diesem Jahr machen sich meine Lieblingstiere rar.


Noch immer halte ich so gut wie jeden Tag am Weserwehr Ausschau nach ihnen. Und das ist durchaus nicht langweilig in letzter Zeit. Denn immer mehr Kormorane fischen im trüben Weserwasser, und die Möwen sitzen ihnen im Nacken. Und die Reiher wollen auch mitbekommen, was läuft.

   




Ab und zu erwischt ein Kormoran auch mal einen dicken Brocken. Zu große Fische muss der Jäger an die Oberfläche holen um sie zu Schlucken. So wie diesen jungen Zander im Foto unten. Gelegenheit mach Diebe.


Aber wer tough ist, lässt sich die Rotfeder nicht aus dem Schnabel nehmen.





Es ist toll, wie Kormorane sich kopfüber in die Tiefe stürzen. Gerne würde ich ihre Jagd unter Wasser verfolgen, doch das Wasser am Weserwehr ist viel zu trüb dafür.



 

Sie sind so fantastisch angepasst an das Wasser wie nur wenige hier. Unter Wasser können sie fast wie Pinguine schwimmen, aber anders als ihre Verwandtschaft auf der Südhalbkugel können sie auch sehr ausdauernd fliegen.



Höchstens die Haubentaucher können unter Wasser mit den Kormoranen mithalten.




  


Auch abseits des Weserwehrs, einige hundert Meter weiter an einem Binnensee, der "kleine Weser" genannt wird. Hier ziehen über das Jahr dutzende Vogelarten durch. Derzeit sind Nilgänse, Graugänse, Reiherenten, Löffelenten und auch hier Graureiher zu beobachten. 


 

Viele von ihnen werden in den kommenden Wochen in den Süden ziehen, aber etliche überwintern inzwischen auch hier. Der Klimawandel macht die weiten Reisen nicht mehr nötig.

 


Am Weserwehr konnte ich die ersten erbeuteten Flussneunaugen erkennen. Bis Dezember werden diese Fische immer mehr Kormorane anlocken. Und hoffentlich auch den einen oder anderen Seehund.

 



 


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