Mit einem guten Robbengefühl im Bauch kam ich heute Vormittag am Weserwehr an. Und es dauerte auch nicht lange, bis ich einen Seehund sichtete. Er "schnorchelte" - kam nur alle paar Minuten zum Atmen an die Oberfläche.
Seehunde können unter Wasser schlafen. Dann tauchen sie alle sechs bis zehn Minuten nur kurz mit der Schnauze auf, um Luft zu holen. Aber plötzlich waren da zwei Schnauzen gleichzeitig. Zwei Seehunde nahe beieinander!
Ich musste näher ran, deshalb wechselte ich auf einen der "Türme" am Weserwehr. Die Seehunde schliefen unter einem Schaumteppich und waren darin nur schwer zu erkennen.
Hier ein paar kurze gefilmte Sequenzen der schlummernden Robben:
Schnorcheln im Schaumbad.
Wenn schlafende Seehunde zum Luft holen auftauchen, ploppen sie wie ein Korken aus dem Wasser. Das sieht lustig aus, dauert aber nur eine halbe Sekunde. Kaum möglich zu fotografieren oder Filmen, denn man weiß ja nie, wann er auftaucht und vor allem - wo.
Einen der beiden Seehunde habe ich später am Bildschirm als Marvin erkannt:
Den anderen aber habe ich nicht in meiner Kartei. Schon wieder ein neuer Seehund! Der siebte in diesem Jahr (wenn man Valentin aus Bremen-Farge mitzählt, das aber weit entfernt am anderen Ende Bremens ist).
Was ist dises Jahr bloß los? Ich habe 2022 bislang schon so viele neue Weserrobben beobachtet, wie in all den Jahren zuvor seit 2014.
Ob es tatsächlich mehr werden? Es scheint ganz so. Denn es gab Jahre - wie 2020 - in denen ich kaum überhaupt Seehunde am Weserwehr gesichtet habe.
Als ich diesen Blog anfing, konnte ich es noch nicht wissen, aber: Für Robben-Nachschub ist in diesem Jahr gesorgt!

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