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Montag, 31. Oktober 2022

Doro am Fischbuffet

Am Nachmittag war Doro lecker Fisch essen. Sie hatte recht viele Zaungäste, und hatte uns stets im Auge. Sie wirkte neugierig und interessiert, aber viellicht haben wir sie auch genervt. Nach gut 20 Minuten jedenfalls war sie plötzlich weg.



Vielleicht war sie auch einfach satt.

Leider hat Doro ihre Beute wohl meist unter Wasser verspeist, denn ich ich bekam sie nicht zu sehen.



Aber es muss derzeit von Fischen wimmeln. Es war immer wieder ein Schwarm recht großer Fische zu sehen, die die Wasseroberfläche durchstießen. 


Springende Fische sind am Weserwehr immer mal wieder zu sehen. Sie zu fotografieren ist fast unmöglich, denn man weiß ja nie, wo sie auftauchen. Nur wenn sie im Schwarm kommen, hat man eine Chance. Aber auch dann kann man neun von zehn Fotos löschen, denn der Fisch ist vielleicht eine Zehntelsekunde an der Oberfläche, danach fotografiert man nur noch Wasser.


Ich hatte sowas schon mal vor zwei Wochen beobachtet, damals waren es sogar mehrere Schwärme. Davor so noch nie. Welche Art Fische das sind? Ich kenne mich da nicht aus. Im Internet habe ich ein paar Arten nachngeschaut, vielleicht sind es Döbel? Oder Rotaugen? Hinweise sind willkommen.


Warum die Fische sich so verhalten, ist mir ein Rätsel. Fliehen sie vor Raubfischen? Ist es Paarungsverhalten? Ein kollektiver Fressrausch? Wollen sie einfach mal an die frische Luft? Oder nur mal kurz gucken, wie weit es noch bis zur Fischtreppe ist?


Eine Lachmöwe interessierte sich sehr für den Schwarm und versuchte genau wie ich mit meiner Linse, immer dort zu sein, wo sie auftauchen würden.


Lachmöwen haben wohl ihren ganz eigenen Humor, denn diese Fische waren geschätzt 20 bis 30 Zentimeter lang und damit viel zu groß für den kleinen Schnabel.


Genau richtig dagegen für einen Seehund. Aber wo steckte Doro, als der Hauptgang serviert wurde?



Ob Doro zuvor von den Döbeln (oder Rotaugen) genascht hatte, weiß ich nicht. Denn als der Fischschwarm seine Weserwehr-Besichtigungstour hatte, konnte ich sie nicht mehr in der Nähe erblicken. Vielleicht erwische ich sie ja mal irgendwann mit Beute, so wie das liebe Finchen.





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