Kormorane sammeln sich derzeit immer noch zu Dutzenden am Bremer Weserwehr.Besonders morgens ist Fangzeit. Allerdings holen die Vögel nur noch ab und zu mal einen fetten Happen an die Oberfläche. Dann ist aber was los!
Und die Konkurrenz stürzt sich traditionell auf den erfolgreichen Jäger. Von oben die Möwen.
Manchmal geht es um richtig fette Beute.
Sturzflug-Angriffe von oben lohnen sich manchmal für di Möwen. Diesmal nicht.
Der nächste Kormoran nimmt Reißaus mit seinem Neunauge. Ein anderer will huckepack mitfliegen.
Dem Besitzer des Fangs bleibt nur noch die Flucht abwärts, unter Wasser.
Dann auftauchen und versuchen, zu starten. Kormorane brauchen für ihren Start viel Anlauf.
Sie "laufen" mehrere Meter auf der Wasseroberfläche und stoßen sich mit ihren Schwimmhäuten ab, um Höhe zu gewinnen.
Das Manöver gelingt: Der Kormoran hebt ab und schafft es gleichzeitig, das Neunauge zu verschlingen. Zirkusreife Leistung!
Weiter weg entsteht Aufruhr. Da geht es um was Großes, das sehe ich sofort. Das schlangenartige Tier ist riesig. Viel zu groß für ein Neunauge. Und auch die Farbe stimmt nicht.
Meine Vermutung bestätigen die Bilder: Es ist ein Aal! Ein fetter Fang! So groß, dass es schwer wird, die Beute herunterzuschlingen, ohne dass sie jemand wegschnappt.
Noch hält der Aaljäger sich die Konkurrenten vom Hals. Aber der Druck steigt.
Huch! Bloß nicht verlieren, das gute Stück!
Der Aal ist schon zu zwei Dritteln im Hals des Kormoran verschwunden, doch die anderen lassen nicht locker.
Sogar eine Möwe glaubt noch an ihr Glück.
Und selbst als nur noch ein Stückchen vom Schwanz des Aals aus dem Schnabel des Jägers ragt, will man ihm noch an den Hals.
So sind sie eben, die Kormorane!
Ach ja: Es zogen Weißwangengänse über das Weserwehr. Nordwärts. Ist denn schon Frühling?
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