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Sonntag, 26. Februar 2023

Zu Hause schmeckt's am besten

Und da ist sie wieder! Wie in meinem letzten Post schon vermutet, hat Finchen sich nach mehr als dreiwöchiger Abwesenheit jetzt, Ende Februar, wieder am Weserwehr blicken lassen.



Die Situation dort war gestern Morgen eine ganz andere, als an den vergangenen paar Wochenenden: Geschätzt drei Mal so viele Kormorane wie noch vor sieben Tagen. Das kann nur eins bedeuten: Es gibt wieder mehr Fisch! Und der schmeckt nicht nur Vögeln, sondern auch den Robben.


Finchen tauchte fast exakt alle fünf Minuten auf. Das las ich an den Uhrzeiten ab, die die Kamera mit den Bildern gespeichert hatte. Ich war überrascht, denn die Wartezeiten fühlten sich sehr viel länger an, denn es war kalt am Weserwehr.

Vergangenes Jahr zeigte sich Finchen ebenfalls bis Anfang Februar und dann erst wieder am Ende des Monats. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das mit periodischen Wanderungswellen der Fische zusammenhängt.



Ich hatte in den letzten Tagen wieder häufiger Kormorane mit frisch gefangenen Neunaugen beobachtet. Und an anderen Flussabschnitten der Weser gehen nach meinem Eindruck auch wieder mehr Kormorane auf Jagd nach Stinten.



Aber es stehen eben auch noch Neunaugen auf der Speisekarte, und zum ersten Mal in diesem Jahr sah ich auch Finchen mit einem der aalartigen Rundmäuler. 


Die Fotos sind nicht besonders, es ging zu schnell. Bei den vielen Kormoranen sicherte Finchen ihre Beute lieber unter Wasser. 


Dieser Kormoran fliegt aber vorbei. Mit einem Seehund legt er sich wohl doch lieber nicht an.


An der Wasseroberfläche zeigte sich die Weserrobbe immer nur kurz, schwamm einige Meter zügig und tauchte dann wieder ab. Ab und zu kam sie ganz nahe vorbei geschwommen und behielt mich dabei fest im Blick.








Fast immer wenn ich Seehunde beobachte, beobachten sie mich ebenfalls. Die Tiere achten sehr darauf, was in ihrer Umgebung passiert.




Ich habe immer noch keine Ahnung, wo Finchen sich so herumtreibt all die Wochen, die sie nicht am Weserwehr jagt. Es muss andere Fangründe geben stromabwärts. Aber zu Hause am Weserwehr schmeckt's am besten.








Sie taucht mal hier auf und mal da. Schwer zu entdecken, denn kaum hat sie tief durchgeatmet, stürzt sie sich auch schon wieder ins trübe Weserwasser und stellt den Fischen nach.





Meistens taucht Finchen kopfüber nach vorn ab, wie ein Delfin. Ihre Spezialität. Manchmal taucht sie aber auch, wie die meisten anderen Seehunde, indem sie sich sanft abwärts gleiten. So wie hier:

















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