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Sonntag, 19. Februar 2023

Robbenflaute am Vogel-Hotspot

Noch immer Robbenflaute am Bremer Weserwehr! Seit dem 1. Februar habe ich keinen Seehund mehr vor die Linse bekommen. Die Zahl der Kormorane ist derweil stark zurück gegangen: Heute Morgen trieben sich vielleicht 30, 40 Tiere am Weserwehr herum. Das ist höchstens noch ein Viertel der Zahlen vom Januar. Die übrigen sind wohl weitergezogen.


Die meisten der hier Gebliebenen haben ihr "Prachtkleid" angelegt. Ab und zu holt noch ein Kormoran ein Neunauge aus dem Fluss, und wie immer gibt es dann viel Geschrei und Gerangel. Aber die Möwen sind kaum noch hinter den Kormoranen und ihrer Beute her, denn sie finden jetzt reichlich andere Beute.


Wollhandkrabben krabbeln vergeblich die Spundwände am Weserwehr hoch und entgehen den Silbermöwen nicht. Von den Kormorane dagegen interessieren sich nur noch wenige für den Bereich direkt am Weserwehr. Die meisten halten sich in der Flussmitte auf, dort wo die Schwärme der Stinte ziehen.


Nach Finchen und den anderen Seehunden halte weiter Ausschau, denn auch vergangenes Jahr war Finchen nur bis Anfang Februar zu sehen und dann erst wieder in den letzten Feburartagen. Da geht noch was! Hier kommen noch ein paar Vögel:

Nennenswerte Fotos mit Kormoran und Stint sind mir bisher kaum gelungen, denn meistens geht es sehr schnell, bis der Fisch im Hals des Vogels verschwunden ist.


Nicht mal die Artgenossen haben Zeit, sich auf die Beute zu stürzen. Und sie wissen das und versuchen es gar nicht erst.


Ganz anders sieht es aber aus, wenn einer dann doch mal wieder das Glück hatte, ein Neunauge zu fangen.



Dann werden die fiesen alten Tricks ausgepackt: Bisse in Kopf und Hals, um den 





Nicht alle lassen sich mitreißen. Auch am Ufer scheint es genug zu Fressen zu geben. Oder wenigstens ein bisschen Entspannung zwischendurch.


Manche machen einfach wie immer ihr Ding und ignorieren das Treiben um sie her.


Wieder andere suchen auf einem der umliegenden Sportplätze nach Beute.



Es sind Einheimische - Vögel, die man hier das ganze Jahr über sieht. 


Für Kormorane gilt das nur eingeschränkt: Zwar sieht man über die meiste Zeit des Jahres immer wieder welche hier. 


Doch Vermutlich sind es immer andere Tiere, denn sie brüten hier nicht und sind bekannt dafür, über weite Strecken zu ziehen.



Die Hausherren kümmert das Kommen und Gehen nur soweit sie daraus Nutzen siehen.


Und im Moment sind die Wollhandkrabben interessanter als die Mitbewerber.




Und auch diese Beute muss verteidigt werden.



Wer hat schon behautet, es sei einfach? Am Ende werden sie ja doch alle satt am Bremer Weserwehr.












 

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