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Sonntag, 23. Oktober 2022

Ein Morgen mit Wow-Effekt!

Zwei Seehunde an einem Morgen, dazu beide an Land. Das außergewöhnliche Glück wird langsam zur Normalität hier in Bremen! Robbe Nummer eins entdeckte ich im Viertel, kurz hinter dem Fähranleger. Bei Ebbe lag der Seehund gemütlich im Weserschlick.

Danach nahm ich die Route über die Schleuse am Weserwehr zurück nach Peterswerder. Und wurde anderthalb Kilometer flussaufwärts belohnt mit einem zweiten Seehund.


Viele fantastische Fotos und Filme sind an diesem Morgen entstanden. Für Eilige hier eine filmische Kurzfassung. Mehr wie immer unter "read more".



Es war nicht allzu schwierig, die beiden Seehunde zu identifizieren: Beide hatte ich schon in meiner Kartei. Dieses Tier in der Schleuse am Weserwehr hatte ich vor gut einer Woche vor die Linse bekommen, als mich ein Kollege per Boot mit zur Arbeit nahm.


Ich habe dem Tier noch keinen Namen gegeben - es läuft bei mir unter  S06-2022, meine sechste Weserrobbe dieses Jahr. 


Auf dem Foto ist der Bauch nur schwach erkennbar, so dass die Geschlechtsbestimmung schwierig ist. Allerdings meine ich, Brustwarzen zu erkennen. Zudem erscheint die Kopfform vergleichsweise grazil wie meist bei Weibchen.



Kopf und Gesicht der Robbe erinnert mich sehr an Joana. Ich gehe stark davon aus, dass dies ein Weibchen ist. Aber ich werde die Experten fragen.


Ein Sportboot war mit mir dort angekommen und der Skipper genoss den Anblick der Robbe vom Wasser aus. Das Boot muste vorbei, die Robbe verließ ihren Ruheplatz. Sie schwamm dann aber sogar wieder auf das Boot zu und robbte sogar wieder auf ihren Posten zurück (das sieht man im Film ganz gut).




Irgendwann wurde es ihr aber zu bunt und sie zog davon ins auflaufende Wasser der Weser.



Zuvor hatte ich vom Viertel aus, ungefähr gegenüber dem Café Sand, einen anderen Seehund entdeckt. Er aalte sich im Schlick, Welnessprogramm mit Fangopackung. Ich hatte den Seehund schon vor gut zwei Wochen am Weserstadion beobachtet. Auch er hat bei mir noch keinen Namen. 



Ich vermute, dass es sich um ein junges Männchen handelt, nicht nur weil er so schmuddelig ist: Seine Bauchseite lässt keine Brustwarzen erkennen.





Ich konnte den kleinen Kerl gut gedeckt beobachten. Natürlich bemerkte er mich, aber er war sehr entspannt.



Die Flut setzte dann aber recht rasch sein gemütliches Schlickbett unter Wasser.



Es war wieder Zeit, los zu ziehen. Die Flut brachte neue Beute in den Fluss.



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