So kann es auch gehen: Kaum hatte ich heute Nachmittag am Weserwehr meinen Posten bezogen, tauchte gegenüber ein Seehund auf. Allerdings voll im harten Gegenlicht der tief stehenden Abendsonne - keine guten Fotobedingungen.
Und leider hatte das Tier wohl seine Mahlzeit am Weserwehr-Fischimbiss schon beendet und schwamm fort, in Richtung Innenstadt. Was folgte war eine Verfolgungsjagd: Ich auf dem Fahrrad am Ufer entlang versuchte, schneller zu sein als der Seehund. Ich wollte rechtzeitig immer neue Beobachtungsposten beziehen, bevor er jeweils dort auftauchte.
Es war schwierig, ihn nicht völlig aus den Augen zu verlieren. Aber es gelang mir, ihn bis zum Café Sand zu verfolgen, gut zwei Kilometer stromabwärts.
Es wird Zeit, dass der Seehund einen Namen bekommt! Aber ich tue mich noch schwer und verschiebe das Thema.
Das Tier hielt mich ziemlich auf Trapp. Man kann an längeren Abschnitten des Flusses nicht ans Ufer gelangen, so dass ich zwischendurch lange warten und suchen musste. Und den richtigen Spähposten finden.
Das Gegenlicht war gnadenlos: Es machte die Robbe noch schwerer auffindbar. Und versaute mir die meisten Fotos.
Ich gebe es zu: Viele dieser Fotos hier sind digital korrigiert und vergrößert.
Am Weserstadion konnte ich ein paar schöne Augenblicke festhalten. Mindestens ein Mal verspeiste er an der Oberfläche einen Fisch - die Bilder sind aber nichts geworden. Hier in starker Vergrößerung immerhin der Beweis:
Am Strand vor dem Café Sand schien er zu überlegen, an Land zu robben.
Die Enten haben ihn sicher nicht gestört.
Am Café Sand gab ich dann auf und ließ den Seehund weiterziehen. Die meiste Zeit war er nahe am anderen Ufer geschwommen, oft im Gegenlicht. Er war klarer Sieger! Aber hey - dabei sein ist schließlich alles.
Und ich hatte mal wieder gut eine Stunde Wildnis-Spaß hier mitten in Bremen, dem südlichsten Zipfel der Nordsee.

















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